6.5 Sozialraumorientierung und Freizeitgestaltung

Wir fördern die Anbindung der jungen Menschen an ihren Sozialraum. Dies geschieht durch die Mitgliedschaft in örtlichen Vereinen, die Teilnahme an kulturellen Angeboten und die Nutzung von Freizeiteinrichtungen im Quartier. Ziel ist es, soziale Netzwerke außerhalb der Einrichtung aufzubauen und die Integration in das Gemeinwesen zu stärken. Wir legen Wert darauf, dass unsere Standorte Teil der Nachbarschaft sind und pflegen einen guten Kontakt zum direkten Umfeld.

6.4 Entlassung und Übergangsmanagement (Aftercare)

Das Ende einer Maßnahme wird bei uns von langer Hand vorbereitet. Im Rahmen des Verselbstständigungsprozesses erlernen die jungen Menschen lebenspraktische Fähigkeiten (Haushaltsführung, Finanzen, Behördengänge). Wir gestalten den Abschied bewusst und wertschätzend. Um einen ‚Drehtüreffekt‘ zu vermeiden, klären wir frühzeitig die Anschlussperpektive – sei es die Rückkehr in die Familie, der Bezug einer eigenen Wohnung oder eine ambulante Nachbetreuung. Wir lassen die jungen Menschen beim Übergang nicht allein.

6.3 Bildungsbegleitung (Schule, Ausbildung, Förderung)

Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Wir unterstützen die jungen Menschen intensiv bei der Bewältigung ihrer schulischen und beruflichen Anforderungen. Dies beinhaltet die regelmäßige Kommunikation mit Lehrkräften und Ausbildern, die Unterstützung bei Hausaufgaben sowie die Vermittlung von Nachhilfe bei Bedarf. Wir fördern die individuellen Talente und begleiten den Übergang von der Schule in den Beruf aktiv, um langfristige Perspektiven für ein eigenständiges Leben zu schaffen.

6.2 Kooperation mit Jugendämtern und dem ASD

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Jugendämter ist die Basis für eine gelingende Hilfeplanung. Wir verstehen uns als verlässliche Partner, die zeitnah über relevante Entwicklungen berichten und vereinbarte Ziele konsequent verfolgen. Wir nehmen aktiv an Hilfeplangesprächen teil und liefern fundierte Entscheidungsgrundlagen durch schriftliche Entwicklungsberichte. Wir stehen für einen konstruktiven Dialog und eine lösungsorientierte Kooperation im Sinne des Klienten.

6.1 Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten

Wir begreifen die Eltern und Sorgeberechtigten als unverzichtbare Partner im Erziehungsprozess. Auch bei einer stationären Unterbringung bleibt die familiäre Bindung von zentraler Bedeutung. Wir fördern den Kontakt durch regelmäßige Besuchszeiten, Telefonate und gemeinsame Gespräche. Unser Ziel ist eine transparente Informationspolitik über die Entwicklung des Kindes. Wo immer möglich und sinnvoll, beziehen wir die Eltern in Entscheidungsprozesse mit ein und unterstützen sie dabei, ihre Erziehungskompetenzen zu stärken, um eine mögliche Rückkehrperspektive zu erarbeiten.