Trennungs- & Scheidungskindergruppe

Leitgedanken und Schwerpunkte

Unsere Leitgedanken und Schwerpunkte unterstützen Kinder in einer Phase des Umbruchs:

  • Entlastung von Schuldgefühlen: Kindern wird vermittelt, dass sie keine Verantwortung für die Trennung der Eltern tragen.
  • Normalisierung: Die Erfahrung, dass auch andere Kinder in ähnlichen Situationen leben, wirkt isolationsmindernd und stabilisierend.
  • Identitätsstärkung: Förderung des Selbstwertgefühls und der Akzeptanz der neuen familiären Lebensrealität.
  • Gefühlsregulation: Raum für den Ausdruck von Trauer, Wut, Angst, aber auch Hoffnung und neuen Perspektiven.

Gesetzlicher Rahmen

Der Gesetzliche Rahmen für dieses präventive und unterstützende Angebot umfasst:

  • § 28 SGB VIII: Erziehungsberatung als Grundlage für die Unterstützung bei der Bewältigung von Familienkrisen.
  • § 29 SGB VIII: Soziale Gruppenarbeit, die das soziale Lernen und die gegenseitige Unterstützung unter Gleichaltrigen in den Fokus stellt.
  • Präventionsauftrag: Die Gruppe dient der frühzeitigen Unterstützung, um langfristige psychische Belastungen infolge der elterlichen Trennung zu vermeiden.

Im Kontext der Jugendhilfe heißt es sinngemäß:

  • Beratung bei Trennung: Eltern und Kinder haben Anspruch auf Unterstützung, um die mit einer Trennung verbundenen Belastungen besser bewältigen zu können.
  • Förderung der Entwicklung: Gruppenangebote sollen dazu beitragen, Entwicklungsstörungen infolge von Familienkrisen vorzubeugen und die Kinder in ihrer Sozialkompetenz zu stärken.

Methoden und Werte

Unsere Fachliche Haltung und Werte schafft einen sicheren Ort für die Kinder:

  • Kindzentrierung: Das Kind mit seinen individuellen Erlebnissen steht im Mittelpunkt – abseits der elterlichen Konflikte.
  • Allparteilichkeit: Wir bewahren Neutralität gegenüber beiden Elternteilen, um dem Kind einen loyalitätsfreien Raum zu bieten.
  • Vertraulichkeit: Die Gruppe ist ein geschützter Schutzraum, in dem Erlebtes sicher geteilt werden kann.
  • Ressourcenorientierung: Wir stärken die Bewältigungsstrategien (Coping-Mechanismen) der Kinder für ihren Alltag.

Operative Umsetzung

Unsere Instrumente und Verfahrensschritte zur praktischen Umsetzung:

  • Strukturierte Gruppenstunden: Einsatz von spielerischen, kreativen und erzählerischen Methoden (z.B. Malen, Rollenspiele, Arbeit mit Handpuppen).
  • Themenzentrierte Einheiten: Gezielte Bearbeitung von Themen wie "Zwei Zuhause", "Besuchskontakte" oder "Veränderungen im Alltag".
  • Elternbegleitung: Flankierende Elterngespräche (einzeln oder gemeinsam), um die Eltern für die Bedürfnisse ihrer Kinder zu sensibilisieren.
  • Altersgerechte Kleingruppen: Zusammenstellung von Gruppen mit ähnlichem Entwicklungsstand (z.B. Grundschulalter), um einen Austausch auf Augenhöhe zu gewährleisten.
  • Abschlussrituale: Gemeinsame Reflexion der Gruppenzeit und Ausblick auf die Zeit nach dem Kurs.

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