Soziale Gruppenarbeitgemäß § 29 SGB VIII

Leitgedanken und Schwerpunkte

Unsere Leitgedanken und Schwerpunkte orientieren sich am Kindeswohl und der Beziehungsstabilität:

  • Kontinuität sichern: Ermöglichung von Kontakten zum getrenntlebenden Elternteil in einem geschützten Rahmen.
  • Konfliktminimierung: Kinder sollen unvoreingenommen Zeit mit beiden Eltern verbringen können, ohne in Loyalitätskonflikte gezogen zu werden.
  • Eigenverantwortung: Ziel ist es, Eltern zu befähigen, den Umgang langfristig wieder selbstständig und konfliktfrei zu gestalten.
  • Indikation: Der Begleitete Umgang greift besonders bei Entfremdung, hohem Konfliktpotenzial oder dem Verdacht auf Gewalt.

Gesetzlicher Rahmen

Der Gesetzliche Rahmen basiert auf dem Kinder- und Jugendhilferecht sowie dem Familienrecht:

  • § 18 Abs. 3 SGB VIII: Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts.
  • § 1684 BGB: Das explizite Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen sowie die Pflicht der Eltern zum Umgang.
  • §§ 1685, 1686a BGB: Umgangsrechte für weitere Bezugspersonen und leibliche Väter.

In § 18 Abs. 3 SGB VIII heißt es sinngemäß:

  • Anspruch auf Hilfe: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf professionelle Beratung und Unterstützung, um ihr Umgangsrecht wahrzunehmen.
  • Unterstützung der Berechtigten: Alle Umgangsberechtigten sowie die betreuenden Personen können Hilfe beanspruchen, damit der Kontakt dem Wohl des Kindes dient.
  • Vermittlungsauftrag: Bei der Gestaltung von Umgangskontakten, der Auskunft über persönliche Verhältnisse oder der Umsetzung gerichtlicher Regelungen soll aktiv vermittelt und Hilfestellung geleistet werden.

Methoden und Werte

Unsere Fachliche Haltung und Werte bildet das Fundament der Begleitung:

  • Kindzentrierung: Die Bedürfnisse und das Wohl des Kindes stehen bei jedem Termin im Mittelpunkt der Beobachtung.
  • Allparteilichkeit & Vermittlung: Wir agieren als neutrale Vermittler zwischen den Elternteilen, um Kommunikationsstörungen abzubauen.
  • Entwicklungsorientierung: Wir leiten Eltern aktiv an, positive Interaktions- und Kommunikationsstrategien im Umgang mit dem Kind zu entwickeln.
  • Ressourcenfokus: Wir stärken die Erziehungskompetenz und die Bindungsfähigkeit der Elternteile.

Operative Umsetzung

Unsere Instrumente und Verfahrensschritte zur praktischen Umsetzung:

  • Geschützte Räume: Bereitstellung von kindgerechten und sicheren Räumlichkeiten für die Treffen.
  • Strukturierte Elterngespräche: Durchführung von getrennten oder gemeinsamen Gesprächen zur Vorbereitung und Reflexion (Mediation).
  • Schriftliche Vereinbarungen: Erstellung klarer Umgangsregelungen, um Verbindlichkeit und Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.
  • Dokumentation & Berichterstattung: Erstellung von Kurzprotokollen und Verlaufsberichten zur Reflexion der Fortschritte für das Jugendamt oder Familiengericht.

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